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Erfolgsgeschichtenvon Kolja Paus

Erinnerung bewahren: Birkenau in 3D und Augmented Reality

3D-Modell des ehemaligen Lagers Birkenau aus der Vogelperspektive, daneben ein Smartphone mit dem Modell in AR

Zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau zeigt die ungarische EMEMA-Stiftung das ehemalige Lager als 3D-Modell, das sich per Augmented Reality auch im eigenen Raum betrachten lässt.

Achtzig Jahre nach der Befreiung

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Achtzig Jahre später macht die ungarische EMEMA-Stiftung das Gelände von Birkenau auf ihrer Website als 3D-Modell zugänglich. Die Darstellung in 3D und Augmented Reality läuft über den PausAR Viewer, unser Plugin für WordPress.

Grundlage ist ein 3D-Modell des Lagergeländes aus der Vogelperspektive. Brian Trepanier hat es erstellt und unter einer freien Lizenz veröffentlicht.

Im Browser und im eigenen Raum

Das Birkenau-Modell der EMEMA-Stiftung in AR auf dem Smartphone. 3D-Modell „Auschwitz II Birkenau“ von Brian Trepanier, lizenziert unter Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0).

Im Browser lässt sich das Modell drehen und vergrößern. So werden Aufbau und Ausmaß des Lagers erkennbar, die ein Foto oder ein Text allein kaum vermitteln.

Mit Augmented Reality stellen Besucher das Modell verkleinert in ihren eigenen Raum, etwa auf einen Tisch, und betrachten es von allen Seiten. Das schafft einen persönlicheren Zugang zur Geschichte des Ortes.

Eine App braucht es dafür nicht. Alles läuft im Browser, so dass Menschen überall auf der Welt das Modell aufrufen können. Es steht auf der Website der EMEMA-Stiftung.

Warum dieses Projekt wichtig ist

Achtzig Jahre sind vergangen, doch die Geschichte von Auschwitz-Birkenau und des Holocaust hat nichts von ihrer Bedeutung verloren. Es leben nur noch wenige Überlebende, die selbst berichten können. Ihre Erinnerung weiterzugeben, liegt damit mehr und mehr bei denen, die nach ihnen kommen.

Das Modell soll kommenden Generationen helfen, sich den Ort vorzustellen und über das nachzudenken, was dort geschah.

Mit jedem Jahr wächst der zeitliche Abstand. Die Stimmen derer, die gelitten haben, dürfen dadurch nicht leiser werden. Digitale Mittel wie dieses Modell sind ein Weg, sie hörbar zu halten.

Wir möchten dem PausAR-Team von Herzen für die außergewöhnliche Zusammenarbeit und den großen Einsatz bei diesem bedeutsamen Projekt danken. Mit seiner Fachkenntnis und Unterstützung konnten wir ein detailliertes und historisch genaues 3D-Modell des Konzentrationslagers Birkenau II umsetzen und in Augmented Reality zugänglich machen.

Das Vorhaben hat für uns eine tiefe Bedeutung, denn es würdigt den 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau. Mit seinem innovativen Ansatz und seiner Sorgfalt im Detail hat das PausAR-Team dazu beigetragen, dieses Kapitel der Geschichte zu bewahren und so darzustellen, dass es Bildung, Erinnerung und Nachdenken fördert.

Professionalität, Kreativität und Engagement des Teams waren entscheidend dafür, dass dieses Projekt Wirklichkeit werden konnte. Die entstandene AR-Anwendung ist ein wirkungsvolles Werkzeug, um sich auf sinnvolle Weise mit Geschichte auseinanderzusetzen.

Vielen Dank, PausAR, für die wertvolle Partnerschaft bei diesem Vorhaben.

Gábor Gordon, Ungarische EMEMA-Stiftung, zum Projekt „80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau“

Erinnern und nachdenken

Das Modell ist eine Aufforderung, sich zu erinnern und dafür einzutreten, dass „Nie wieder“ mehr bleibt als ein Satz. Sie finden es auf der Website der ungarischen EMEMA-Stiftung.