Der Einzelhandel hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. E-Commerce und Online-Shopping gehören längst zum Alltag. Der nächste Schritt heißt Augmented Reality Shopping: Kunden probieren Produkte virtuell im eigenen Zuhause aus, bevor sie kaufen. Für Händler heißt das, ihr Angebot rechtzeitig zu erweitern, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Kunden haben heute mehr Wege zu kaufen als je zuvor, und der Markt verändert sich schneller, als viele Händler ihr Sortiment anpassen können. Augmented Reality ist einer der Hebel, mit denen Händler darauf reagieren. Mit AR-Technologie können Kunden Produkte virtuell aus- oder anprobieren, bevor sie sie kaufen.
Was ist Augmented Reality?
Augmented Reality (AR) bezeichnet die Technologie, bei der digitale Informationen in die reale Welt eingeblendet werden. Bei Virtual Reality (VR) taucht der Nutzer dagegen in eine komplett virtuelle Welt ein. AR ergänzt die echte Umgebung nur um Bilder, Videos oder Animationen.
AR läuft auf Smartphones, Tablets und Smart Glasses. Für den Handel heißt das: Produkte und Informationen lassen sich dort zeigen, wo sie später stehen oder benutzt werden.
Produktvisualisierung mit Augmented Reality: die Paus AR Kamera.
Die Zukunft des Einzelhandels: Augmented Reality Shopping
Mit AR-Technologie können Einzelhändler ihre Produkte im Raum des Kunden zeigen statt nur auf einem Foto. Laut einer aktuellen Studie von Deloitte* nutzen bereits 55% der Verbraucher AR-Technologie, um Produkte virtuell auszuprobieren, bevor sie sie kaufen. Eine weitere Studie von Retail Perceptions* kommt zu dem Ergebnis, dass die Verwendung von AR-Technologie den Umsatz um 40% steigern kann und dass 61% der Kunden eher bei einem Einzelhändler einkaufen würden, der AR-Technologie anbietet. Der Grund dahinter ist simpel: Wer vorher sieht, wie ein Produkt aussieht und wie groß es ist, entscheidet sicherer.
Jetzt Demo anfordern!
Wo Augmented Reality im Handel eingesetzt wird
AR lässt sich an mehreren Stellen einsetzen, von der Produktsuche bis zum Kundenservice. Vier Beispiele:
Produktsuche und -auswahl
Bei der Produktsuche hilft AR, weil der Kunde das Produkt in seiner eigenen Umgebung sieht. Er stellt ein Möbelstück virtuell in die Wohnung oder probiert ein Kleidungsstück an, ohne es anzuziehen. Ob ein Stück in den Raum passt, sieht er damit schneller als über Maßangaben im Datenblatt.
Eine Studie des E-Commerce-Unternehmens Shopify zeigt, dass Kunden, die AR-Technologie nutzen, eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit haben als Kunden ohne AR. Sie senden außerdem seltener Produkte zurück.
Verkaufsförderung
AR eignet sich auch für die Verkaufsförderung, weil aus dem Ansehen ein Mitmachen wird. Händler verknüpfen ihre Produkte mit Videos, Animationen oder kleinen Spielen. Der Kunde beschäftigt sich dadurch länger mit dem Produkt und erinnert sich später eher daran.
Laut einer Studie der Boston Consulting Group haben Kunden nach interaktiven Produktpräsentationen eine höhere Kaufbereitschaft. Zufriedenheit und Bewertungen fallen laut derselben Studie ebenfalls besser aus.
Kundenbindung
Für die Kundenbindung lassen sich Angebote und Empfehlungen auf den einzelnen Kunden zuschneiden, etwa auf seine früheren Käufe oder seine Interessen. Das bindet ihn stärker an das Unternehmen, und er kauft eher erneut dort.
Eine Studie von Accenture zeigt, dass personalisierte Angebote die Kaufwahrscheinlichkeit erhöhen. Auch die Kundenzufriedenheit liegt höher, und die Bereitschaft zu positiven Bewertungen steigt.
Kundenservice
Im Kundenservice spart AR Wege. Hat ein Kunde ein Problem mit einem Produkt, lassen sich Anleitungen und Tutorials direkt am Gerät einblenden, in Echtzeit. Der Kunde findet die Lösung selbst, ohne lange auf Hilfe zu warten.
Eine Studie von Salesforce zeigt, dass Kunden, die schnelle und wirksame Lösungen erhalten, zufriedener sind. Sie geben eher positive Bewertungen ab und kaufen eher erneut.
Innovation im Handel: AR-Technologie im Einsatz
Wer im Handel bestehen will, muss neue Wege ausprobieren. AR-Technologie im Handel ist einer dieser Wege. Einzelhändler bedienen ihre Kunden damit besser und zeigen Produkte verständlicher. Augmented Reality Shopping zahlt so auf Kundenzufriedenheit und Verkaufsergebnis ein und bringt aktuell (noch) einen Wettbewerbsvorteil gegenüber denen, die AR nicht einsetzen.
Die zitierten Studien zeigen für AR-Nutzer eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit, mehr Zufriedenheit und eher positive Bewertungen. Für Händler heißt das: ein besseres Einkaufserlebnis, höhere Verkaufszahlen und weniger Retouren.
Use Case Bocholter Einzelhandel
Hemsing textil mit stil bringt Teppiche mit Augmented Reality in das Kunden-Wohnzimmer. Ganzen Use Case Beitrag lesen…
Der Kunde sieht den Teppich, den er im Geschäft in die engere Wahl genommen hat, noch einmal am Einsatzort (zum Beispiel im eigenen Wohnzimmer). Er erkennt Größe und Wirkung im Raum und entscheidet dadurch sicherer. Das reale Muster muss dafür nicht mehr ausgeliehen werden.
Unsere in Augmented Reality konfigurier- und bedienbare Kaffeemaschine.
Dasselbe gilt für das reine Online-Shopping Erlebnis. Hemsing hebt sich mit AR von Wettbewerbern ab und bietet seinen Websitebesuchern etwas, das im Kopf bleibt. Gleichzeitig steigen Conversion Rate und Interesse am Sortiment.
Dies gibt Hemsing neue Möglichkeiten im Verkauf und verbessert den Kundenservice sowohl im eigenen Online-Shop als auch am Point-of-Sale.
Als Augmented Reality Agentur Paus Design & Medien sind wir Ihr Ansprechpartner, wenn Sie AR in Ihre Marketingstrategie einbauen wollen. Wenn Sie wissen möchten, was AR in Ihrem Fall bringt, melden Sie sich für eine unverbindliche Erstberatung.
Online-Shop von Hemsing textil mit stil mit Augmented-Reality-Funktion.
Jetzt Demo anfordern!
Quellen:
- Deloitte: „The Next Evolution: Store 4.0“.
- Retail Perceptions: „Enhancing the Shopping Experience with Augmented Reality“.
- Retail Perceptions. (2019). „The Impact of Augmented Reality on Retail“.
- Shopify (2018): „The State of AR in Ecommerce“.
- Boston Consulting Group (2017): „Winning the Consumer in the Digital Age“.
- Accenture (2018): „Personalization Pulse Check“.
- Salesforce (2018): „State of the Connected Customer“.